Jahreskonzert 2019
Jahreskonzert 2019
Treffen Noten und Musiker aufeinander ist das immer so eine Sache. Mal gewinnen die Noten, mal gewinnen die Musiker. Am 24.11.2019 konnte man an den Reaktionen des Publikums eindeutig erkennen, dass an diesem Abend die Musiker gewonnen hatten. Rund 500 treue Fans der Blasmusik konnten sich überzeugen, was moderne Blasmusik ist und wie vielfältig Blasmusik in der heutigen Zeit ist.
Bereits die Eröffnung unseres Konzertes, die „Festive Ouvertüre“, ein Werk voller Temperament, lebhafter Energie und überschäumend wie eine soeben geöffnete Champagnerflasche, war das 1. Highlight des Abends. Anschließend war es uns ein Vergnügen die „First Suite“ zu präsentieren, eines der ersten Werke, das speziell nur für Blasorchester komponiert wurde. Mit dem amerikanischen Volkslied „Oh Shenandoah“ konnten die Zuhörer die Romanze zwischen einem Siedler und der Tochter des Indianerhäuptlings Shenandoah verfolgen.
Den Abschluss des 1. Teiles unseres Konzertes bildete „Puszta“. Obwohl Puszta übersetzt öd, bzw. leer bedeutet, trifft dies auf das Werk überhaupt nicht zu. Die vier ungarischen Tänze waren abwechslungsreich, rassig und haben das Publikum zu lange anhaltendem Beifall animiert.
Der 2. Teil des Konzertes war von Filmmusik geprägt. In der „Star Wars Saga“ mussten die Lichtschwerter und Laserkanonen ausgepackt werden, um Darth Vader und den Todesstern zu bekämpfen. Gefährlich, aber auch lustig, waren die Abenteuer von Mogli im Dschungel Indiens, die die Zuhörer sichtlich begeistert verfolgten. Das Tänzchen mit dem Affenkönig King Louie war besonders mitreißend und entlockte dem Publikum einen lauten Zwischenapplaus. Die Musik zu dem Film Batman war ein Geburtstagsständchen, denn die Comicfigur Batman feiert in diesem Jahr den 80. Geburtstag und der ewige Kampf zwischen Gut und Böse wurde vom Orchester musikalisch gekonnt umgesetzt.
Dass wir auch die leisen Töne beherrschen, bewiesen wir mit „Nimrod“, einem Werk das an den langsamen Satz der Klaviersonate Nr. 8 von Ludwig van Beethoven erinnern soll.
Der letzte Titel war dann quasi das Überraschungsei für das Publikum. Nach anfänglichen Konfusionen im Schlagwerk, die nur mit Hilfe des Publikums gelöst werden konnten, spielte das Orchester nicht den angekündigten „Radetzky-Marsch“, sondern ein Medley aus nahezu 30 verschiedenen Märschen und Melodien.
Für den tosenden Applaus bedankten wir uns mit dem richtigen „Radetzky-Marsch“ und dem Titel „Don´t stop me now“. Nomen est Omen, wir machen nicht halt, sondern werden weiter Musik für Sie machen. Vielen Dank für Ihren Besuch und bitte merken Sie sich schon einmal den 22.03.2020 vor. An diesem Tag wird nach einigen Jahren Pause das Jugend-/Schülerorchester wieder ein Konzert veranstalten.








